07.08.2014

Anekdote zum Zustand des deutschen Handballs

Stell dir vor, du möchtest bei einer Firma etwas bestellen.
Stell dir weiter vor, du hast bereits eine Kundennummer bei dieser Firma, weil du dort bereits Einkäufe getätigt hast.
Stell dir weiter vor, diese Firma bietet über eine Telefonhotline den Verkauf Ihrer Waren an.
Leider hast du selber am Beginn des Vorverkaufs keine Zeit, daher bittest du deinen Partner dort anzurufen und zu bestellen. 

Also was macht er?
Er ruft dort an und nennt deine Kundennummer, die Art und Anzahl der begehrten Ware und er lässt sich sagen, was es kostet. Am nächsten Tag ruft er nochmals an und erweiterst die Bestellung. Wieder zu deiner Kundennummer und wieder zur gegenseitigen Zufriedenheit.

2 Tage später überweist du fast 240,-€ an die Firma und schreibst die Kundennummer und vorsichtshalber den genauen Verwendungszweck mit auf die Überweisung.

Heute rufe ich bei der Firma an, nenne meine Kundenummer und frage, ob dort schon mit dem Versand der Ware begonnen wurde, weil ich noch nichts erhalten habe.
Im Rahmen dieses Telefonats stellt sich heraus, dass unter meiner Kundennummer keine Bestellung eingetragen wurde. Daher konnte meine Zahlung trotz Angabe der genauen Bezeichnung der Ware keiner Bestellung zugeordnet werden. Im weiteren Verlauf des Telefonats stellt sich heraus, dass eine neue Kundennummer an meinen Partner vergeben wurde. Allerdings ohne dies ihm gegenüber zu kommunizieren.
Man hat sich entschuldigt und da besagte Ware nunmehr fast ausverkauft ist, könnte man, um im Bild zu bleiben, nur noch B-Ware anbieten. Ob ich die haben wolle?

Notgedrungen bestellen wir 5 Teile, weil die für unsere Bekannten gedacht sind und dort fest eingeplant sind.

Wir selber wollen aber keine B-Ware und ob wir jemals wieder dort bestellen werden, ist eher unwahrscheinlich.

Warum man einen Zahlungseingang, der die genaue Bezeichnung der bestellten Ware enthält, auf dem Geschäftskonto verstauben lässt und keine Reversesuche über die Ware zum Besteller macht, konnte man mir nicht erklären.
Da man ja offensichtlich nicht in der Lage war das Geld einer Bestellung zu zuordnen und die Ware bereits zum Weiterverkauf wieder freigegeben hat, da hätte doch logischerweise auch etwas mit dem Zahlungseingang passieren müssen, oder?

Stell dir jetzt vor, du hast Sitzplätzte in der Rittal-Arena für das #Handballspiel HSG Wetzlar gegen THW Kiel bestellt und stehst jetzt mit leeren Händen da.


 update: die Story geht weiter Teil II